Tag 2: 12 Stunden

Seit 8 Tagen bin ich mit dem Kind im Urlaub. Nächste Woche um diese Zeit, sitze ich schon wieder am Schreibtisch im Büro. Meh!

Wir befinden uns eine Nacht Autofahrt entfernt von Daheim. Eine Fahrt, die mein Kind und ich auf dem Rücksitz verbracht haben.

Blüten am Baum vorm Nachthimmel

Wir sind nachts im Auto knapp 12 Stunden in Urlaub gefahren. Das Kind im Kindersitz. Das zwängt ja ganz schön ein. Dazu noch den juckenden Ausschlag einer spontanen Hand Fuß Mund Krankheit kurz vor Abfahrt. Not so easy. Aber das Kind war so lieb. Hat ganz ganz viel geschlafen. Es war ein Traum, nur halt in echt.

So sehr mich das Familienbett belastet: Es fällt mir immer wieder auf wie stark sich mein Körper an die nächtlichen Berührungen gewöhnt hat. Wie schmerzlich sie fehlen, wenn ich nachts nicht mit dem Kind kuscheln kann. Sogar im Auto als das Kind da war. Aber eben ohne kuscheln.

Froh bin ich dann immer, wenn das Familienbett wieder Einzug hält. Weil das viele Kuscheln die geringere Schlafqualität wett macht. Es ist absurd, wie müde ich bin. Aber offensichtlich findet mein Körper Kuscheln wichtiger.
Ich habe übrigens auf der Fahrt zahlreiche Podcasts nicht gehört, weil ich geschlafen habe. Gehört während ich wach war, habe ich folgenden Podcast über den Tastsinn:

Der Tastsinn

Von SWR2 Wissen

Sehr interessant sind die Erkenntnisse dazu, wie der Erfolg des Smartphones mit dem Tastsinn des Zeigefingers zusammenhängt.

Ich finde es ein wenig schade, dass sie im Podcast so seltsam skeptisch über die Smartphone Sucht gesprochen haben. Ihre Panikmache vorm Geschwindigkeitsrausch erinnerte mich etwas an das Unken, das der Einführung der Eisenbahn folgte:

18 km/h! Uiuiui, die Menschen verlieren ja ihre Köpfe im Geschwindigkeitsrausch. Gefahr!

Mal ehrlich: Die Eisenbahn war eines der besten Verkehrsmittel, das je erfunden wurde. Smartphone go!

Aber ich finde es super toll, wie dieser vernachlässigte, aber so unglaublich leistungsfähige Sinn endlich mal in den Vordergrund gestellt wird.

Im Podcast wird ein Buch erwähnt, das unbedingt auf meine Wunschliste muss:

Martin Grunwald:

Homo hapticus. Warum wir ohne Tastsinn nicht leben können.

Darüber schreibe ich beizeiten noch mehr. Vielleicht wenn ich das Buch gelesen habe, oder diesen Tumblr Artikel über unterschiedliche Tastnervenfasern finde.

Jetzt tut mir mein Zeigefinger weh und ich muss Schluss machen. Tschüssi.

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